Gerinnung

Die Gerinnungsfaktor-5-Mutation (Arginin 506=>Glutamin,Leiden) am Chromosom 1q23 führt zur APC-Resistenz von Faktor 5 gegen aktivierendes Protein C , => Faktor 5 kann nicht aktiviert werden, Mikrothromben werden nicht gelöst =>erhöhte Gerinnungsbereitschaft mit 10xfachem Thrombembolie-Risiko, Vererbung auf Kinder in 50%, differentialdiagnostisch an Mutation der Prothrombin-variante 20210G-A und Homocystinurie-Mutation C677T an MTHFR-gen denken, dies haben 40% der Bevölkerung.

Therapie Falithrom*(Marcumar*) Phenprocoumon . Eine Thrombose ist ein völliger oder teilweiser Verschluß eines Blutgefäßes.

Bei Thrombembolie schließen abgelöste Thromben kleine Gefäße in Lunge oder Gehirn. 5 Neugeborene von 100.000 und 1 Kind (-16J) von 5000 haben Thrombosen,>
Ursachen Mangel an Thrombolyseaktivität: Protein C,-S, Faktor 5 -1691GA/AA-1691GA,-1691AA, Prothrombin 20210GA, Antithrombin-mangel, Lipoprotein(a)>30mg/dl und die Homozygote Mutation C677T im MTHRF-gen prädisponiert zur Hyperhomocysteinämie mit der Folge einer Thrombose oder Thrombembolie.

Vit.K-antagonisten: Marcumar*=Phencoumarol=canadischer Süßklee-extract.hat hohe Affinität
zum Rezeptor des Vit.K-Apoenzyms, verdrängt Coenzym-Vit.K(2Methyl3phytyl-1,4-naphtho-
chinon) spezifisch kompetitiv. Phenocoumarol-Apoenzym-Komplexe sind unwirksam,Vit.K-
Apoenzym ermöglicht Produktion von Vit.K abhängigen Gerinnungsfaktoren. Marcumar*-
Wirkeintritt 1.Tag: F VII-mangel, -3.Tag: Prothrombinmangel, durch Thrombozyten+Zellabbau
verschwinden "gealterte" Gerinnungsfaktoren. Dank individueller Zahl intakter Leberzellen sind
Pat. verschieden empfindlich gegen Vit.K-antagonisten. Antazida und Carbo med. verhindern
Resorption von Marcumar wie Barbiturate, Diazepame, Chlorphenotain, Hexachlorcyclohexan,
Tolbutamid (Marcumar*abbau-ER-Enzyminduktoren) und Pyrazolderivate. Pharmaka, die um die
Plasmaeiweißbindung des Marcumar* konkurrieren, erhöhen Spiegel des freien Marcumar*:
Sulfonamide, Sulfonylharnstoffe, Phenylbutazon; Clofibrat. Beim Ansetzen von Marcumar* muß
die Verhinderung der Blutgerinnung, eine Wund-oder Hohlorganblutung, Frakturheilungsstörung,
Kallusverzögerung, Kapillarschäden wie Petechien, Ecchymosen bedacht werden. Marcumar*
sollte wegen der überschießenden Gerinnung mit der Gefahr der Thrombembolie vorsichtig
reduziert werden! Die Therapie steht unter wöchentlicher Quick(15-25%)- bzw. INR(2,5-3,0)
kontrolle Die Erhaltungsdosis beträgt 15% der Initialdosis!

Aktualisiert (Montag, den 15. Oktober 2012 um 14:36 Uhr)