Coeliakie

Coeliakie-Häufigkeit: 1:40("Sprue") ist eine Getreide-Prolamin-Autoimmun-allergische Duodenal-Mucosa-entzündung auf toxische Peptid-sequenzen v.Weizen: Gliadin=Prolin+Glutamin, Roggen: Secalin, Gerste: Hordein, (Hafer:Avenin). Gewebs-Transglutaminase verursacht Endomysium-Antikörper(EMA) und ist das Autoantigen der Cöliakie und Bindeglied zwischen toxischen Prolaminpeptiden +HLA-Anti-genen (HLA-DQ2,-DQ8 in 95%=genet. Disposition). Glutamine sind Substrate der Gewebs-Transglutaminase.>20-Aminosäure-Sequenzen sind durch Repititionen wie zB: Prolin=P(35%)- Glutamin(15%)=Q: PQQQF Toxische Peptide. Hoch-immunogen sind Sequenzen 57-73 des A-Gliadins. Toxische Gliadinpeptide werden durch dendritische Makrophagen der Lamina propria modifiziert und CD4-T-Lymphozyten präsentiert. Gewebstransglutaminase(gGT) deaminiert Glutamin zu Glutaminsäure, die negativ geladen besser an Gliadinpeptid-HLA-DQ2 bindet. Der entstandene Komplex lagert an T-cell-Rezeptoren. Die Entzündungsmediatoren Interferon-Y(1000x), TNF@, IL-6 und IL-2 steigen an. Endomysiumantikörper bindet an Fibroblasten, Endothelzellen, Monozyten. tGT transamidiert weitere Peptide, es entstehen komplexe toxische Proteine. Prolamin-belastung physiologisch weiter Darm-Mucosaepithel- poren der unreifen Säuglinge unter 6 Monaten, bei erhöhter Mucosapermeabilität durch infektiöse, allergische,  Strahlen- oder chemo-toxische Enterocolitis induziert vermehrte Synthese von Gewebstransglutaminase (tTG: 85kDa) in Endothelzellen, Fibroblasten und Lymphozyten und erhöht Matrix-Quervernetzung.  tTg katalysiert die Bindung von Gliadin - es besteht zu 1/3-tel aus Glutamin gebunden an Lysinsäurereste der Gewebs-proteine. Quervernetzungs-Neoepitope sind Antigene, gegen die CD4-T-Lymphozyten der Lamina propria der Dünndarm-mucosa aktiviert werden. Proteaseresistente Prolamin-Auto-antikörper gegen Gewebstransglutaminase lösen den entzündlichen Schleimhaut-umbau mit Th1>2-lymphozyteninfiltration, B-cell- , Plasmazell- und Fibroblastenstimulation mit  IgA-AK-produktion gegen Gliadin, tTG und quervernetzte Gliadin-tTG-komplexe aus.

Bakterielle Prolyl-endopeptidase (PEP) überwindet Gliadin-Proteaseresistenz+pathol. Aktivierung der-Gewebstransglutaminase
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Anti-Gliadin(GAF-3x) in 96%spez.; Omega-5-gliadin=Weizenpeptidallergie: per Microarray-gentechnik erfolgt Aminosäureaustausch:TOL-peptid-Hyposensibilisierung oral!

Klinisch ist die Diagnostik stets angezeigt, wenn Kleinwuchs - Dystrophie mit vorgewölbtem Blähbauch, Anorexie und anhaltendes Erbrechen, Müdigkeit, weinerliche Mißlaunigkeit, sehr feine -schüttere (blonde)- Haare und Nagelwachstum unter 3 mm / Monat, Muskelschwäche oder Komplikationen wie neurologische Störungen wie  Cerebellarataxie, periphere Neuropathie, Autoimmunstörungen wie Alopecia, Dermatitis herpetiforme, Zahnschmelzdefekte, Hashimoto-Thyreoiditis, Diabetes mellitus I, M.Crohn, Rheumatoide Arthritis oder Osteoporose durch Malabsorption, Maldigestion vorliegen!

Nachweis: (<2J) anti-Gliadin-AK=AGA IgA /-IgG im Serum (auch 2 Proben à 1 ml Stuhl) >95%, tTG-IgA+IgG=Transglutaminase(Celikay*); EMA=Endomysium-IgA+-IgG (IgG,falls IgA-Mangel),  in 35% im Dünndarm enzymhisto-chemisch nachweisbar; nur bei neg.Tests: HLA DQ2 +-8 >95% positiv !  Bei Coeliakie-Pat. nach 4 Wochen Gliadinbelastung anti-Gliadin-IgA-AK im Stuhl, Gliadin-IgA -IgG, Endomysium- und Gewebstrans-glutaminase (tTG)-AK im ELISA  nachweisen. Vielleicht kann in einer DüDa-PE die epitheliale Lymphozyten-Infiltration und Mucosa-transformation zusätzlich bewiesen werden. Die orale Hyposensibilisierung ist kein Therapieweg  der Coeliakie, da es sich um eine vermehrte Enzymsynthese von tTG handelt. Zu frühe Gliadinbelastung von Säuglingen mit physiologisch weiten Mucosaepithelporen, infektiöse Darmschleimhaut-entzündungen, radioaktive STRAHLEN, chemische Noxen erhöhen die Porosität der Mucosa und induzieren, daß Gewebstrans-glutaminase (tTG: 85kDa) von Fibroblasten, Endothelzellen, Lymphozyten vermehrt synthetisiert, zur Wundheilung sezerniert wird und die Matrixprotein-quervernetzung fördert. tTG katalysiert die Bindung von Gliadin -es besteht zu 1/3  aus Glutamin- an Lysatreste von Gewebs-Proteinen. Diese Quer-vernetzungs-neo-Epitope sind die Antigene, gegen die CD4-T-Lymphozyten der Lamina propria der Dünndarm-mucosa aktiviert werden- es kommt zur mucosalen Entzündung, zur Coeliakie mit Synthese von Autoantikörpern gegen Gewebstransglutamin-ase und zum Schleimhaut-umbau mit  Th1-Th2-Lymphozyten-infiltration, Fibroblastenstimulation, B-zell-und Plasmazellstimulation mit IgA-AK-produktion gegen Gliadin, tTG und quervernetzte Gliadin-tTG-komplexe. Wenn es möglich wäre, die Aktivierung der Gewebstransglutaminase-produktion durch Fibroblasten-Endothelzell- und Lymphozyten-Rezeptorblockade in normalen Grenzen zu halten, würde es keine Coeliakie mehr geben. Eine weitere Methode wäre, durch ausreichende Substition mit Glutamat (L-peptide) in Form der Substratverdrängung die Bindung von Gliadin an Lysinreste der Gewebsproteine zu verhindern, eine weitere Möglichkeit wäre, die Mucosaporen durch Proteine zu "verkleben". Genetisch verwandt ist die primär biliäre Zirrhose (3-6%). Ein weiterer Therapieweg ist die Substitution von Glutamat (z.B. in L-Peptina 2000*), um durch Substratverdrängung die Bindung von Gliadin an Lysinreste der Gewebsproteine zu verhindern, ebenso können die Mucosaporen mithilfe der L-peptide verkleben.  -1887 beschrieb Samuel Gee Zöliakie als glutensensitive Enteropathie. Die von Marks 1966 beschriebene Zöliakie ähnelt der Dermatitis herpetiformis.  Cola light: < 0,1mg/100ml: (Na-cyclamat, Acesulffam-K; Aspartam; Coffein; E150d; Citrat, Phospat)Colon-Ca. risiko wird durch Statine (Sortis) gesenkt! Darmflora: 10 hoch 14 = 400 versch.Bakterien 1/3tel Stuhlmasse= Darmbakterien ! wichtig:  Saccharomyces cerevisiae=boulardi in Perocur forte Kps.


Aktualisiert (Montag, den 15. Oktober 2012 um 14:35 Uhr)