Ratgeber für Ihr Baby

"Die Geburt, das erste Lächeln, die ersten Schritte Ihres Kindes erfüllen alle Eltern mit besonderer Freude. In der Schwangerschaft nehmen Sie prophylaktisch 400 µg Folsäure, 6mg Vit.K, 500 IE Vit.D, 100µg Jod und ungesättigte Fettsäuren (250 mg/Tag DHA und EPA pro Tag) ein. Schwangerschaftsgymnastik für die Becken-Bauchmuskulatur und Brustpflege als Vorbereitung für´s Stillen lohnen sich. Die an Abwehrzellen und Immunstoffen reiche Muttermilch schützt Ihr Kind vor Infektionen, Hautausschlag, Verstopfung. Stillen beugt Zahn-Kiefer-Fehlstellungen vor. Ein fester Schaukelsessel mit breiten, hohen Armlehnen und eine Fußbank helfen beim Stillen. Sorgen Sie für  Ruhe.  Waschen Sie vorher Salben ab. Klopfen Sie beim Anlegen auf das Säuglingskinn, der weitgeöffnete Mund schließt um den Warzenhof! Halten Sie die Nase frei. Wenn Ihr Kind nukkelt oder schmatzt, öffnen Sie mit Ihrem Finger den Mund und legen neu an. Bildet sich in den ersten Tagen zu viel Muttermilch, pumpen Sie mit einer elektrischen Milchpumpe ab, bis Ihr Säugling saugen kann. Frieren Sie die abgepumpte Muttermilch sauber ein! Warzenrisse sind kein Grund abzustillen, legen Sie Zinnkraut-Quarkwickel an und benutzen Sie vorübergehend ein Stillhütchen. Wenn bei Brustentzündung ein geeignetes Antibiotikum gegeben wird, können Sie weiterstillen. Fragen Sie Ihren Kinderarzt!

Stillende Mütter dürfen alles essen außer:

Zwiebel, Knoblauch, blähende Kohle, rote Paprika, sprudelnde Getränke, saures Obst (Äpfel, Kiwi, Erdbeere, Apfelsine, Zitrone, Weintraube, Ananas).

Erlaubt sind:

  • 2 Tassen Grüner- oder Schwarztee oder 2 T. Kaffee pro Tag, stilles Wasser,
  • Kartoffel, Reis, Hafer, Hirse, Mais, Roggen(misch-)brot, Roggennudeln, Soja,
  • Broccoli, Kohlrabi, Blumenkohl, Mangold, Zucchini, Spargel, Pastinake
  • Kopfsalat, Gurke, Artischocke, Avocades, Aubergine, Champion, Pfifferling
  • Oliven-, Kürbiskern-, Distel-, Raps-, Weizenkeim-öle
  • Yogurt (mit Probiotika), Dickmilch, Quark, Festkäse,
  • Melone, Birne, Banane, Mango, Kaki, Reneclaude-Pflaumen, Himbeeren
  • Heidelbeeren, Brom-, Wacholderbeeren, schwarze Johannis- und Josterbeeren,
  • täglich 200 g Bioputen- oder Lammfleisch, Seezunge, Rotbarsch, Forelle...

Stillende sollten 3 - 5 Liter pro Tag trinken: Melonen-Aprikosen-Birnen-...
Saft und stilles Mineralwasser, Traubenzucker-Tee`s, Bio-Reis-(Soja)-milch.

Kuhmilch gelangt über die Muttermilch in den Säuglingsdarm und löst oft Koliken aus. Täglich je 200 g Broccoli, Kartoffel, Fisch und Fleisch enthalten genug Calcium. Verzichten Sie bei Nabelkoliken auf Kuhmilch. Es gibt BäuchleinwohlR-Tropfen (Simethicon) ohne Alkohol, Lactose oder Saccharose. 1-8  Rühreigelbe dünnbreiige Muttermilchstühle pro Tag oder nur einer sind typisch. Minimum:1 Stuhl/Woche.

Flaschenkinder sollen spätestens alle 3 Tage stuhlen. Die Windel soll beim Wechsel (6x/Tag) stets naß sein. Bitte lassen Sie Ihr Kind mit breiten NUK-2- "Latex"-Milchsaugern bis 6 kg volladaptierte, ab 6 kg teil-adaptierte Kuhmilch Aminosäure-Molke-Peptid- oder Sojamilch trinken. Je mehr Saugfläche von den Babylippen umschlossen wird, umso weniger Kaft brauchen sie !
Um Verstopfung zu vermeiden geben Sie je 10 ml Wasser und 1 Teelöffel Oliven-, Raps- oder Distelöl auf 80 ml der fertigen Flasche zu. So perlen 3 Tropfen pro Sekunde aus der senkrecht gekippten Flasche. Nach jeder Mahlzeit bereiten Sie die nächste Flasche sauber vor: Das abgekochte Flaschenwasser kühlen Sie vor dem Einrühren des Milchpulvers auf 40°C ab, stellen Sie die fertige Flasche in den Kühlschrank. Der Flaschenschaum setzt sich ab. Wenn sich Ihr Baby zur Mahlzeit meldet, wärmen Sie die Flasche im bei 37°C markierten Flaschenwärmer, rollen die warme Flasche zwischen den Händen und haben so Schaumbildung vermieden.

Halten Sie die Flasche zwischen 15-45°< unter leichtem Zug, drehen Sie alle 5 bis 10 Züge den Sauger quer im Säuglingsmund, so wird der Unterdruck in der Milchflasche ausgeglichen. Säuglinge können nur begrenzt Milchzucker abbauen und verwerten. Milchzuckerzusatz führt zu Gärung und Darmblähung durch rasche Vermehrung körpereigener E.Coli-Darmbakterien.

Schnuller verformen auf Dauer den Kiefer Ihres Kindes, verursachen Mittelohr-entzündung, Blähungen, behindern die Sprachentwicklung ! Die Lippenkraft erlahmt. Auch Daumenlutschen gewöhnen Sie z.B. durch eine Mundvorhofplatte ab.   Wenn Ihr Kind hastig trinkt, Luft schluckt, Blähungsschmerzen hat, lassen Sie Ihr Baby „aufstoßen“: Legen Sie sich 30 Grad nach hinten z.B. an die Sessellehne, halten Sie Ihre linke Hand unter den Babypopo, stoßen Sie mit dem rechtem Daumenballen gegen Ihren linken Handrücken, kippen Sie dabei leicht nach links. Ein warmes Melisse-Lavendelbad, feuchtwarme Bauchwickel alle 10 Minuten gewechselt entblähen. Wärmen Sie das Bettchen, den Wickelplatz und die Kinderwagenmatratze vor, legen Sie Styropor unter die Matratzen. Massieren Sie im Uhrzeigersinn mit Lavendelöl den Bauch Ihres Kindes. Reinigen Sie unter zartem Druck den Babypopo mit einem in Olivenöl getränkten Wattebausch und sorgen Sie so für Entblähung und Stuhlgang.   Ursache für Luftschlucken ist oft eine verstopfte Nase. Tauchen Sie ein Q-tip-Wattestäbchen in Olivenöl und drehen Sie zart den Schleim samt Borken aus den Nasenflügeln. Das Öl benetzt die meist trockene Schleimhaut, Ihr Kind niest den Schleim ab. Sie können die Nase Ihres Säuglings auch spülen, wenn Sie einen am Finger hängenden Mineralwasser-tropfen an der Nase des liegenden Kindes abstreifen. Die Nasenlöcher dürfen Sie mit Anis- oder Majoranbutter fetten.

Säuglinge erbrechen oft Nahrung, auch Aufstoßen führt im Liegen zu Sodbrennen mit Bauchschmerz. Ursache: Das unreife Zwerchfell umschließt nicht fest genug den Mageneingang, so daß Magensäure in die alkalische Speiseröhre gepreßt wird. Deshalb: Stellen Sie den Lattenrost des Bettchens am Kopfende 15 cm höher, legen Sie eine Nackenrolle unter den Popo. Achten Sie auf die Seitlagerung des Kopfes. Johannisbrotmehl (NestagelR) in Wasser eingerührt und auf dem Teelöffel als sämige Flüssigkeit gegeben oder 1-2 Teelöffel Reisschleim und ab 4. Monat Kartoffelpürré verhindern speien.


Gesunde Baby´s verdoppeln ihr Geburtsgewicht mit 5 Monaten und verdreifachen es mit einem Jahr.

Lebensmonat:
1
2-4
5-8
9-12
im Säuglingsalter
Trinkmenge:
1/5-
1/6-
1/7-
1/8-tel
des Körpergewichtes
Gew.zunahme
175g
150g
125g
100g bis 75g
pro Woche

Die Körperlänge verdoppelt mit 4. Geburtstag.

Die richtige Schlaflagerung für Ihr Baby ist die Halbschräg-Rückenlagerung auf 15 cm dicken hypoallergenen Matratzen Härte 3.  Drehen Sie Ihr Kind oder das Bett nach dem Wickeln 180° Grad, so wechselt Ihr Baby die Kopfrichtung zum Licht. Legen Sie ein 3 cm dickes fest-gefaltetes Tuch unter die dem Gesicht abgewandte Schulter. Decken Sie Ihr Baby mit hypoallergenen Bettdecken unter der Achsel zu.   Gegen Milbenkotallergie helfen Silberfaser-Bettwäsche und Silber-Nasentropfen !  Plagiocephalus, die Hinterkopf- Schädelabflachung vermeiden Sie mit einem 3 cm dicken Schaumstoffring-kopfkissen mit 8 cm zentralem Loch bei 12 cm Durchmesser- dies kann unter das Laken am Kopfende gesteckt werden. Alternative: TheralineR- Babykopfkissen. Farbfrohe Mobiles mit Gesichtern oder Lichtreflexe, auch LED-Steckerlampen führen die Blickrichtung zur gewünschten Seite.

Wenn feste Krusten das Auge verkleben, drehen Sie die Borken in Wimpernrichtung mit in Olivenöl getränktem Q-tip-watteträger flach heraus. Stellen Sie sich an Straßenrändern vor den Kinderwagen, schützen Sie Ihr Baby vor Zugluft. Vlies - Fleeze - Stirnbänder schützen Ohren und Nasennebenhöhlen, Mützen stauen Kopfwärme, das Gesicht friert. Die Osmolarität (Teilchendichte) der Flaschenmilch u.a. sollte 280-300 m.osmol/L betragen, dies wird oft überschritten.

Zufüttern dürfen Sie ab der 12. Lebenswoche je 30 g püriertes Bio-Puten- oder Lammfleisch, Kartoffel, Reis, Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl mit einem Teelöffel Speiseöl, damit es besser rutscht. Als Obst eignet sich Melonensaft neben 20 g Banane pro Tag, Birnen- und Aprikosenmus. Verboten sind Spinat, Rabarber. Sie "stehlen" dem Darm Eisen. Achten Sie unbedingt in den ersten 6 Monaten auf gliadin=glutenfreie Nahrung, so vermeiden Sie eine Darmentzündung. Trennen Sie grundsätzlich zwischen  dünnflüssigen Getränken, passierten Breien und fester Nahrung! Fertiggerichte wie vegetarische Vollwertkost, Makrobiotik und Müsli fördern Allergien und Blähungen. Streng vegetarische Kost ist gefährlich, denn Kleinkindern fehlen essentielle Eiweißbausteine und nahrungsgebundenes Eisen. 

Wund sind Kinder oft unter dem Zahnen mit 3-18 Monaten und bei Infekten. Reinigen Sie grundsätzlich mit Olivenöl auf 1 cm weichem Wattebausch: Sie können die Ohrfalte, die äußere Ohrmuschel, die Halsfalte, die Achselhöhlen, den Nabel, die Leisten, den Vorhof von vorn nach hinten zwischen großen und kleinen Schamlippen, die Vorhaut und sternförmig in den Analfalten alle organischen Reste entfernen um Wundsein vorzubeugen und wunde Haut-Schleimhaut zu heilen. Wegen zu oberflächlicher Hygiene erkranken 70 % aller Mädchen an Infektionen!

Bodies dürfen nur Mädchen tragen, Jungen sollten wegen der Gefahr des Hoden- hochstands lieber Facetten-Hals-Unterhemden (z.B.Baby Walz) tragen. Nabifix-elastische Klettbinden mit rundem aufgenähtem Kieselstein hilft bei vorgewölbtem Nabel.

Baden können Sie Ihr Kind 2x pro Woche in 38,5°C warmem Wasser mit 1 Eßlöffel Olivenöl, bei Schnupfen und Husten gern in Melisse-Lavendel-bad mit Badesalz. Haare waschen Sie mit pH 5-neutralem rückfettendem Jojoba-Shampoo.

Milchschorf
können Sie mit dünn aufgetragener 5 % Salicylvaseline ablösen, was Sie nach einer Stunde mit feinem Kamm gegen die Haarrichtungen flach auskämmen. Das Glycerin der Vaseline wird in Ceramid eingebaut und festigt die Unterhaut! Abschließend baden Sie mit mildem Shampoo den behaarten Kopf so, dass das Wasser nach hinten abläuft. Salicylvaseline reizt sonst die Augen !

Ohren können Sie - wenn das Trommelfell intakt ist- beim Baden spülen, die Ohrmuschel trockentupfen, nie trockenföhnen!

Die Haut cremen Sie mit einer Hydrolotio (z.B.Balea) nach dem Bad ein. Luftige Unterwäsche aus Mikrofaser oder kochfester Baumwolle und nach aussen gewendete Nähte schonen die empfindliche Säuglingshaut.

Weichschädel mit 3 Monaten entstehen wegen mangelhaften Vitamin-D-Rezeptoren der Knochenbildungszellen. Geben Sie 500 IE. Vitamin D und Fluor (z.B. D-FluorettenR) täglich über 2 Winter.  Ab 6 Zähnen bitte Zähneputzen nach der Mahlzeit 3-4 x/Tag mit 37° C warmem Wasser und z.B. Elmex sensitive-Zahnbürste. Massieren Sie 0,2 ml (1/2 Erbse) Nenedent-Kinder-Zahnpaste mit Xylitol und 500ppm Fluorid mit Ihrem kleinen Finger in die Zahntaschen ein. Kontrollieren Sie die freigeputzten Zähne Ihres Kindes. - Zahnen verursacht kein Fieber!  Bei Zahnschmerzen geben Sie Zahni-GelR ohne Lidocain und Alkohol, lassen auf NUK-Giraffe, Frottépuppe oder 4 Tage alte Brotknusten beissen.

NUK-Genius Latex- (auch Silikon-) orthodontische Beruhigungssauger werden wegen Weichheit und Flexibilität mit flachem nach oben gerichteten vorderen Saugende auch für Frühgeborene, die sondiert werden simultan zum Anregen des Saugreflexes u. der –koordination empfohlen von Prof. Th.Stamm UKM; AAPD=american academie pediatric desease, priv.Inst. Dr. Christoph Herrmann/Kieferorthopädie Heidelberg. NUK-sauger sei „kieferorthopädisches Instrument“ (American Journal of Orthodontics and Dentofacial Orthopedics=AJODO); der Unterkiefer eines Neugeborenen, erst recht eines Frühgeborenen ist unterentwickelt. Durch Saugen holt der Unterkiefer das Wachstum i.Vgl. zum Oberkiefer auf.

Gegen den Dauereinsatz von sich dem Oberkiefer anpassenden NUK-Genius-saugern spricht:

  1. Die Verhinderung des Zungen-vordere Gaumenkontaktes für die Lautbahnung (C, D, J, L, N, S, T, X, Z) , somit wird die zentrale motorische Zungenmuskulatur-koordination behindert, Hirnzellen und Hirnfunktionen werden nicht ausgebildet, fehlen. Logopädische Übungstherapie muß spätere Sprachdefizite beheben. (1000,- €)

  2. Der Unterkiefer eines Kleinkindes wächst deutlich schneller als der Oberkiefer. Ein dauernd tags wie nachts getragener Beruhigungssauger führt zu einem offenen Lutschbiß. Meist ist später eine kieferorthopädische Therapie notwendig. (8000,- €).
    Rundsauger mehr als Flachsauger wie NUK-Genius vermindern signifikant den Oberkiefer-Eckzahn-abstand, führen nach 4 Monaten bereits zum Oberkiefer-Lutschvorbiß und Unterkieferrückbiß. Wird der Schnuller über 4 Monate getragen, entsteht so ein schwer korrigierbarer Lutschvorbiß. (L.Levrini/ Eur.J.Paed.Dent. Dez/2007; Aznar,T. et al Angle Orthop. 3/2006)

  3. 50% aller Otitiden wird nach internationalen Studien durch Saugertragen verursacht. Folgen sind neben Antibiotika- und abschwellenden Nasentropfen-einsatz Operationen, die die Hörleistung wiederherstellen sollen: Paracentesen und Paukendrainagen. Für die Zeit der Paukenergüsse fehlt die saubere Lautdiskremination, Sprachentwicklungsverzögerung verbunden mit sozialer Reifestörung sind weitere Folgen. (3000,- €)

  4. Die Plastizität der Hirnzentren ist Ursache auch für die Dominanz geübten Reflexverhaltens. 2010/11 ist es üblich, daß Kinder aller Altersstufen permanent ob nun im Kinderwagen oder beim Spaziergang auf den Gehwegen, in Bussen, Eisenbahnwagons etc. an einer Nukkelflasche saugen. Die Industrie liefert hierzu „trendige“ Kunststofftrinkbehälter. Dieses Verhalten verhindert Sprachkommunikation, formt Gesichtsausdruck und –motorik, lenkt Aufmerksamkeit auf einen Urtrieb der Bedürfnisbefriedigung. Das bedeutet einen Kulturverlust. (in Euro-Ausgaben schwer zu messen)

  5. Säuger brauchen zur Nahrungsaufnahme in den ersten 4 Monaten einen Saugreflex, der beim Baby mit 5 Monaten erlischt. Belohnung für kraftzzehrendes Saugen ist das Sättigungsempfinden, was durch Dehnung der Magenwandrezeptoren entsteht verbunden mit dem Anstieg des Blutzuckerspiegels etc. Ein über Stunden getragener „Beruhigungsschnuller“ läßt Lippen und Mundbodenmuskulatur für den Milchsaugakt erlahmen, überstimuliert den Saugreflex, so daß Schnullerkinder über Jahre am Sauger „nukkeln“. Dies stört die facio-orale gnosis, das orale Wahrnehmen von Gegenständen, die orofaciale Sensomotorik, das orale Tastempfinden für Oberflächen und Konsistenz von Gegenständen, die Entwicklung der Mimik, die Geschmacksbildung. Heute ist im Gegensatz zu der Jugend vor 2000 zu beobachten, daß immer mehr Kinder nach dem Kleinkindalter an einer Flasche saugend sich im Verkehr bewegen. Der „Beruhgungssauger“ trainiert das Bedürfnis nach Saugen, Verlust führt zu Protest-schreien. Lämmer, Fohlen,  Kälber, Ferkel kennen als Säuger keine „Beruhigungssauger“. Die Muttertiere regeln das Saugverhalten. Warum Babies schreien wird nicht hinterfragt, der Sauger löst das Problem nur vordergründig: Schnuller stopfen mündigen Kindern den Mund !

    Xylitol = Pentanpentol (E967) ist mit 5-15g Intermediärprodukt des Kohlehydratabbaus in der menschlichen Leber, beeinflußt kaum Blutzucker und Insulinspiegel, ist für Diabetiker geeignet, hat mit 2,4 kcal/g einen 40% niedrigeren Nährwert als Rohrzucker (Saccharose), süßt wie Saccharose, kühlt Schleimhaut, bindet viel Wasser, wird im Dünndarm langsam und unvollständig resorbiert, induziert Enzymproduktion, so daß auch bei 0,5g / kg / d Laxans-wirkung bei Langzeiteinnahme verschwindet. Im Dickdarm zerlegen E.Coli-bakterien Xylitol in Wasser und CO2. - Sorbitol dagegen fördert Mund- Keimwachstum, wirkt immer abführend.

    In Finnland wurde in großen Studien die antibakterielle Wirkung bewiesen: Karieserreger Streptococcus mutans wie auch andere Mundkeime können Xylitol  nicht abbauen. Passive Diffusion in Bakterien und osmotischer intrabakterieller Druck lassen Mundbakterien platzen. Zahnhals-plaquebildung wird verhindert, die Speichelproduktion und Bildung von Calcium-Speicheleiweiß-komplexen gefördert. Dies remineralisiert Dentin. Xylitol verhindert bis 40 % aller bakteriellen Mittelohrentzündungen. Xylitol-Calcium-Komplexe erleichtern Calcium-Darmresorption, verhindern Osteoporose. Eltern und Kinder sollten 2-7g Xylitol pro Tag per Kaugummi oder Sirup oder Gummibonbons essen !

Babyschwimmen ist gefährlich und überflüssig: trainierte Reflexe stören später die gezielte Koordination beim Schwimmen, gegen Viren und Pilze besonders auf der Wasseroberfläche, am Rand und auf den Laufböden schützt kein Chlor, Chlorgas Cl2 reizt Schleimhäute besonders der Atemwege. Trichloramin wird bei der Reaktion von Chlor mit Harnstoff freigesetzt, kann eine hyperreagible Entzündung der Bronchialschleimhäute- Asthma auslösen.

Gefährlich sind Basttragetaschen, die Griffe reißen aus, die Kinder rollen über die instabilen Seiten. Das lange Liegen der Babies in Tragetüchern oder Wippen verformt die knorpelweiche Wirbelsäule, Muskeln verspannen. Gehfrei, Babyhopser, Türschaukeln, Finger- und Ohrringe, Halsbänder führen zu Verletzungen! Halten Sie stets am Wickeltisch einen Oberschenkel des Kindes fest. Wenn Ihr Kind stabil im Kinder-Hochstuhl sitz (ca. mit 9 Monaten), kann es auf einem Sicherheitssitz mit Fußschalen-befestigung hinter der Mutter auf dem Fahrrad für eine - je nach Rückenstabilität und Alter begrenzte Zeit - mitgenommen werden. In Zugluft schützen Vlies-Stirnbänder Ohren und Nasennebenhöhlen, Mützen stauen Kopfwärme, das Gesicht friert. Daher reißen sich Kinder Mützen vom Kopf .

Wenn Kinder zittern und frieren, steigt die Körpertemperatur schnell. Die rectal gemessene Temperatur über 38,5°C ist Fieber . Über 39°C geben Sie bitte Paracetamol-(bis 15 mg/kg/4 Std, max.90 mg/kg/Tag) oder -bei Stoffwechseldefekt des Aminophenolabbaus- Ibuprofen-Saft /-Zäpfchen. Auch ein kühles Bad von 32°C über 2 Minuten oder Waden-Bauchwickel helfen. Die Temperatur sinkt, die zentrale Sollwertverstellung normalisiert, die Hautgefäße werden weitgestellt, Ihr Kind schwitzt. Frottieren Sie trocken. Ihr Kind verliert bei Fieber Dampf-Flüssigkeit. Bitte steigern Sie tropfenweise die Trinkmenge über 1,2 Liter pro 10 kg / Tag.


Säuglings-Ernährung

Stillen verhindert SIDS, Otitis media, akute Diarrhoe, Adipositas der Kinder, Ovarial-Mamma-Ca der Mutter, fördert Uterusrückbildung. Oxytocin-Hormon in der Muttermilch fördert psychosoziale Bindung und Lernfähigkeit des Kindes.

Stilldauer und Anzahl der Mahlzeiten bestimmt das Kind: 
- In den ersten 6 Wochen ca. alle 2 Stunden wachsende Mengen, so daß 200ml/kg und Tag nach 2 Wochen erreicht werden.
- Ab der 7. Woche werden die Stillmengen so groß, daß die Babies tags alle 3 Stunden gestillt werden: 6, 9, 12, 15, 18, 22 Uhr. 

Mit Nikotinrauch schaden Sie Ihrem Kind: Hirnzellen werden nikotinsüchtig! 

Wenn der Milchfluß nicht in Gang kommt sprayen Sie  1 HUB = 4 IE Oxytocin (12-Aminosäure-Peptidhormon, SyntocinonR)) in Ihre Nase. Um Kindern in armen Ländern Immunschutz zu geben, stillen Mütter in Afrika, Süd-Mittelamerika und Asien zwei und mehr Jahre.

Aufstoßen verursacht Sodbrennen. 15 % Oberkörper-Kopfhochlage hilft. Zudem können Sie ab 1. Monat Reisschleim oder Johannisbrotmehl (Nestagel), ab 4. Monat mit Plastiklöffel Mahlzeiten zufüttern: Kartoffel, Melone, Bio-Pute, Kohlrabi, Broccoli, Pastinake. So vermeiden Sie Allergisierung. Bei früher Belastung mit Nahrungsallergenen wie Apfel, Kiwi, Erdbeere (betV1), Karotte, Pfirsich, Weizen-Gries-Gliadin und Huhneiweiß überwinden allergie-auslösende Moleküle die unreife poröse Darmschleimhaut-barriere; die für den Säuglingsdarm fremden Stoffe lösen eine überschießende Immunantwort aus. Juckende atopische Exantheme, wunde perioral und anogenitale Haut-Schleimhautübergänge führen zu Eßverweigerung, Analspasmen und -rhagaden, Meteorismus, Obstipation und ammoniakalischer Windelermatitis mit Soor-Superinfektion.

Säuglinge sind streng definiert „Muttermilch-Kinder“. Wenn mit anderen Nahrungsmitteln belastet wird, muß behutsam vorgegangen werden. HA-Milchen schützen nur in maximal 10% vor Allergie-entwicklung (GINI-studie)! FOS- und GOS-Muttermilchzucker sorgen 100 % für eine natürliche Bifidum-Darmflora, Probiotika nur in 50%. Wenn Stillen nicht möglich ist, bieten Sie volladaptierte Babymilch- (=Kuhmilch) „Formula“ mit GOS/FOS wie Milumil, Aptamil ggf. mit Probiotika wie in Beba plus.. an. Stilles Mineralwasser ist besser für die Zubereitung von Baby-Milchen, wegen der meist zu hohen Teilchenzahl der Hersteller-angaben zur Mischung sollten Sie zu 80 ml Fasche nach Vorschrift je 10 ml stilles Mineralwasser zufügen. So perlen aus einem NUK 2 Latexsauger 3 Tropfen pro Sekunde aus der senkrecht gehaltenen Flasche. Der Latexsauger läßt sich im Mund quer drehen, ohne zu kollabieren. So nimmt der Sog in der Flasche ab.

Latex-Naturkautschuksauger haben Pooren, sollen 1x / Tag ausgekocht, 1x pro Woche gesalzen und unter laufendem Wasser abgespült werden, Silikonsauger reißen nach Biß oder Schnitt ab, können eingeatmet (aspiriert) werden. 

Säuglinge sind gewohnt an gleiche Personen, Ernährung, Zeiten, Räume. Fremdeln mit Ablehnung ist Ihre Antwort auf zu viel Änderung, aber auch zu viel Medienüberflutung !

Für das ganze Leben wird der „Geschmack“ in den ersten Lebensjahren geformt. Gläschenkost schmeckt meist schlecht, bildet keinen differenzierten Geschmack. Die Allergene und Schadstoffe in Fertigkost sind vermeidbar, eine Auflistung als E-Ziffern ist in den USA vorgeschrieben, Volldeklaration ist in Deutschland immer noch nicht Gesetz! Beim Selbstkochen denken Sie bitte daran: Salzen und Gewürze schaden und stören die Naturgeschmacksempfindung. Sie können Ihr Essen am Tisch nachwürzen ! Wegen der Gefahr der Coeliakieentwicklung soll Gliadin (Getreidemehl) erst ab 8 kg und 7 Monaten auch unter Stillen eingeführt werden, Fisch (Lachs, Seezunge, Makrele, Rotbarsch, Kaiserbarsch, Hering, Öko-Pangasius) grätenfrei können Sie Ihrem Säugling ab 7. Monat geben, falls keine Allergie in der direkten Verwandtschaft bekannt ist.  

Mit dem freien Sitzen ab 1. Geburtstag kann Ihr Kind aus der Tasse trinken lernen, erst versuchen Sie es mit Wasser. Auch bietet sich bei Appetitmangel an, die Kinder Pommes (ohne Soße und Salz) sowie Putenstreifen oder Roggenmischbrotstreifen ohne Rand mit den Fingern essen zu lassen. Sie werden selbständig und sind stolz! Später gelingt die Koordination mit Löffel. Nie Zwang ausüben, wenn Kinder nicht essen wollen, dies führt zu Ablehnung von Leistung. Vor dem Essen keine Milch oder andere Kaloriengetränke, nur wenig Mineralwasser. Grobes bei noch zartem Milch-Wechselgebiß pürieren oder mixen; entweder flüssige oder passiert-breiige oder feste Nahrung! keine extremen Speise-temperaturen nacheinander! Kinder sollen ihr Essen wählen und würzen dürfen, Sie fördern Appetit, wenn Sie Ihrem Kind Lieblingsspeisen anbieten! Bitte kein Fastfood ! "Bitte-Danke" trainieren! Nicht erwarten, daß Kinder das mit Liebe gekochte essen! Mit Lieblingsnachtisch überraschen! Übrigens: Vanille und Zimt in Maßen macht hungrig. Eis und Yogurt mit Obst als Zwischenmahlzeit regen Appetit an. Kinder essen langsam, oft viele kleine Portionen.- Kaufen Sie keine Süßigkeiten ein, nehmen Sie Süße vom Stevia-Süßstrauch-blatt; wenn Ihr Kind fragt, können Sie ehrlich sagen:"wir haben keine Schokolade, Kakao, Nutella, Rohrzucker-Marmelade, Milchschnitten, Zuckerplätzchen, zuckerhaltigen Bonbons, Sprite, Fanta… gezuckerten Vitaminsäfte"). Stellen Sie die Regel auf: „erst essen, dann trinken!

Lassen Sie Ihr Kind nie mit einer Nukkel-flasche süßen Saftes durch die Gegend laufen oder einschlafen! Sie vermeiden Karies und Vorbiß!


Vor jedem Geburtstag Vorsorgeuntersuchung+ggf. Impfung:

1.-5.Lebenstag
U2 =5T
Stoffwechselscreening; Vit.K; HBV+IG bei Infektion;ab 2016 neue TBC-(12-Pepton)-vaccine.
4.-6-Woche
U3 =6W
Rotavirus-Schluckimpfung RotateqR,  Vit. K,  Vit. D-Fluor
10.-12-Woche
U4 =12W
1. DTPa-IPV-HBV-(HAV)-HIB, PrevenarR=PnC13, MenveoR =Meningococcen-ACW135Y, BexseroR =rMnB1-3, RotateqR; (RSV-IG prophylaxe=SynagisR Okt.-April)
16.-18.Woche 2. DTPa-IPV-HBV-HIB, PrevenarR=PnC13, MenveoR , BexseroR, RotateqR
im 6. Monat
U5  =1/2 J.
(Frühgeburt<2500g: zusätzlich + 1x DTPa-HBV-HIB-IPV + PnC13, Mn-ACWY , RSV-IG)   Influenza-virosomale Vaccine
im 12. Monat
U6  =1 J.
3. DTPa-IPV-HBV-(HAV)-HIB, PrevenarR, MenveoR, BexseroR
14. Monat 1. MMR + VZV

24. Monat

36. Monat

U7  = 2 J.

U7A=3 J.

HAVPURR (30 Jahre-Schutz), rMnB-BexseroR,  HBSAG, Masern-Mumps-Röteln-VZV-Titer bei Blutentnahme...oder

48. Monat
U8  = 4 J.
2. MMR –VZV vor Kindergarten, + VZV, falls keine Windpocken im Kleinkindalter durchgemacht wurden,
60. Monat
U9  = 5 J.
(Schulreifetest; FSME bei Urlaub südlich Frankfurt-Erfurt)

6. Lebensjahr

7. Lebensjahr

8. Lebensjahr

9. Lebensjahr

U9A= 6 J.

U10 = 7 J.

U10A=8J.

U10B=9J

Einschuluntersuchung; TdPa-IPV-4. HBV (Titer-Soll > 100IE)

 

 

10. Lebensjahr

11. Lebensjahr

12. Lebensjahr

13. Jahr

U11=10J.
U11A=11J.
U11B=12J.
J1  =13 J.

ab 12. Geburtstag bezahlen Sozialkassen                  GardasilR HPV 16(45), 18(31), 6 und 11  als 3-malige Impfung im Abstand von > 6 Wochen,

nach 2. Vacc. 6 Monate  vor 13. Geburtstag folgt die J1 Jugend-U;  ggf. Td-Pa-IPV, HBV-(HAV), MMR-VZV-V (bei neg. Serologie)

ab 14. Geburtstag:

bis 18. Geburtstag:

J 2 = 14 J....

5 Jahre nach 3. Gardasil Auffrischungimpfung mit GardasilR oder CervarixR gegen Gebährmutterkrebs...

alle 10 Jahre

Td-Pa-IPV, HBV,  (ggf. MMR-Nachholimpfung)

"Eure Kinder sind nicht Euer Besitz!
Sie sind Töchter und Söhne der Sehnsucht
des Lebens nach sich selbst.
Ihr könnt Ihnen Eure Liebe geben,
aber nicht Eure Gedanken!"


Aktualisiert (Sonntag, den 08. Januar 2012 um 16:41 Uhr)