Diätplan bei Atopie, Diabetes m., Stoffwechselstörungen

 

Diätplan  bei Atopie , Fettstoffwechselstörungen wie:                              I  Hypertriglyceridämie fettinduziert ;   II a, b- Hypercholesterinämie    IV Dominant Familiäre Hypertriglyceridämie (Triglyceride200-500mg/dl) (erhöhtes Infarktrisiko)

Fleisch Pute, Lamm, Kalb, Wild, Strauß, Lachsschinken
Fisch Forelle, Seezunge, Rotbarsch, Viktoria-Kaiserbarsch, Zander; Dorsch, Kabeljau, Hecht
Milch Soja-; 1,5% Kuh-, Quark, Yogurt, Dickmilch (Lüne best), Festkäse (fettarm), Kefir,
Frischkäse Hütten-, Jocca-, Körniger, Stuten-Schafs-Ziegen-milch-; Tofu kalorienarm
Reis wegen Schadstoffbelastung eher ohne Schale
Kartoffeln als Pellkartoffel mineralreicher
Roggennudeln ohne Hohlraum und ohne Ei,  zuckerfreie Hefe(-teilchen), Haferflocken
Brot Roggenvollkorn-,light+cross-Knäcke-,Reis-/-waffel, Pumpernickel, Tapioka, Salzstangen
Körner Sesam, Leinsamen, Hafer-, Weizenkleie, Mais, Grünkern, Buchweizen, Hirse, Dinkel
Pilze Champignon, Pfifferling, Steinpilz ; wenig Oliven-, Distel-, Kürbiskern-, Weizenkeimöl
Nüsse Walnuß, Mandel (Kalorienreich: Hasel-Erd-Kokosnuß, Dattel, Marone, Eßkastanie)
Obst Melone, Mango, Heidel-, Brom-, schwarze Johannis-, Joster-beeren; Reneclaude-Kaki-Pflaumen, Birne, Aprikose, Clementine (1-4J.), ¼ Banane, Mandarine, Apfelsine, Pampelmuse, Zitrone, Mirabelle, Holunderbeere, Papaya, Karambole-Sternfrucht, Litschi, Feige
Kopfsalat Gurke, Tomate, gelbe/grüne Paprika, Zucchini, Aubergine, Spargel, Artischocke
Gemüse Broccoli, Kohlrabi, Erbse, grüne Bohne, Lychee, Gemüsezwiebel, Bambus Gurkenkraut= (Borretsch), Avocades, Pastinaken, Karotten ab 5 Jahren.
Gewürze Schnittlauch, Petersilie, Dill, Kresse, Thymian, Majoran, Oregano
Tee`s 5 Minuten ziehen lassen: Anis, Fenchel, Kamille, Melisse, Lavendel, Thymian,  Veilchen, Salbei-, Linden-, Holunderblüten, Süßholz-, Tormentill-, Eibischwurzel, Hibiscus, Malven, Irish Moos, Efeu, Eucalyptus, Cineol, Pfefferminz, Huflattich, Spitzwegerichkraut, Schlüssel-, Wollblume,  Teebaumöl, Taigawurzel, Brennessel...
Mineralwasser z.B. Carolinen   1:1 mit zuckerfreien Obstsäften, Instant Kaffee (ab 6 Jahre)
Süßungsmittel Steviosid / Rebandiosid A aus Blättern der Stevia rebaudiana Staude in Bergkette Paraguay-Brasilien, aus fermentierten Blättern: Steviol(Diterpen)-glycoside

Taillen Umfang

bei Frauen: <80 cm,
bei Männern < 90 cm.

B
ody Mass Index=kg(KG) : m2 (KL) {19-25}

=> Reduktionsdiät: (1000 cal/Tag) ;  1800 cal / Tag (Frau), 2400 cal / Tag (Mann)
=> Kalorienbedarf : Kleinkinder 80 cal/kg, Schulkinder 65 cal/kg/Tag.


Stevia rebaudiana ist eine südamerikanische Staude der Gattung Asteracea, Tribus: Euphatorieae aegeratinae aus der Amambai-Bergkette zwischen Paraguay und Brasilien. Die Staudenblätter enthalten wasserlöslichen Süßstoff, dessen Süßkraft > 30x höher als die von Rohrzucker ist: 50g Steviosid entspricht 12,5 kg Rohrzucker. Aus fermentierten Blättern werden hydrophile Steviol=Diterpen-glycoside gewonnen, die keine Kalorien enthalten, Karies durch kompetitive Hemmung und Verdrängung von Rohrzucker aus Speichel verhindern, Plaquebildung hemmen, stärker als grüner Tee antioxidativ wirken (anti-carcinogene Wirkung) und ohne Kontraindikation als Süßungsmittel bei Diabetes mellitus, Lactose-, Sorbit- und Fructoseintoleranz (Lactase-Fructase-Enzymmangel) eingesetzt werden können. 1/10-tel eines Blattes kann direkt gekaut werden und reicht zum Süßen aus.  ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Eine Unbedenklichkeitserklärung der WHO liegt vor. Über 40% des japanischen Süßungsbedarfs wird durch Stevia gedeckt! 

Literatur:

  • Klevers Kalorienkompass, Gräfe Unzer Vlg.                                           Kalorien Mundgerecht, Umschau Vlg.
  • Die große GU-Nährwert-Tabelle /Prof.Cremer et al. Gräfe Unzer Verlag
  • Das Kochbuch für Diabetiker/D.Birk ,E.Pospisil Ehrenwirt Vlg.
  • Das Backbuch für Diabetiker u. Übergewichtige/E.Meyer-Berkout & A.Feuerlein, Südwest-Vlg.-GU Kompaß E-Nummern 100 gesunde Rezepte , L.Brion et al. über: GBK-NRW eV., J.-Weyer-Str.1 , 40225 D.

Ernährung ohne Glucose   -   keine BE haben:

Frischkäse; Speisequark mager; Hartkäse; Schmelzkäse; Schnittkäse; Weichkäse; Appenzeller-, Edamer Käse; Butter;

Margarine; Erdnuß-mus; Öle; Kokosfett; Talg; Schweineschmalz;

Eier; Fleisch; Lachs-..Schinken;

Fisch; Scampi; Krabben; Muscheln; Austern; Schnecken;

Pilze; Spargel; Tomaten 150g 0,42BE; Gewürze; Senf; Oliven; Gurken; Auberginen; grüne Bohnen; Broccoli; Chicorée; Chinakohl; Mehlbanane; Rosenkohl; RoteBeete; Sellerie; Grünkohl; Steckrübe; Kohlrabi 300g=1BE; Kürbis; Lauch=Porrée; Mangold; Spinat; Möhren 150g=0,1BE; Palmito; Paprika; Tomate, Radieschen; Mais; Erbsen;Sauerkraut;Sojasprossen100g=0,5BE;Spargel100g=0,25BE; Relish; Steinpilze 150g=0,83BE; Süßkartoffel=Batate; alle Kräuter; Kapern; Ingwer 10g=0,08BE; Parmesan; Olive;Curry-Ketchup ThomyLibby´s; Knoblauch; Zwiebel; Zitronensaft; Kleie; Dattel; 10g:Hasel/ Erdnuß/ Leinsamen=0,1BE; Walnuß 100g=1,3BE;

Erdbeer 125g=0,75BE; Grapefruit 125g=1BE; Ananas; Heidelbeere 125g=1,42BE; Kaki; Himbeer 125g=0,83BE; Brombeeren; Kirschen; Stevia , XuckerR zum Süßen. Guavas; Knorr-Schildkröte-, Spargel-, Tomaten(1/4L=0,83BE)- Gemüse-, Huhn-, Rindfleisch-, Ei-, Fischsuppe; Kartoffel 200g 3BE;

1 Tbl Dextro Traubenzucker = ½BE = 6g KH; 12g KH = 1 BE

Ersatzzucker: Saccharose, Xylitol, Sorbitol, Mannitol, Saccharin, Lactose, Fructose, Sucralose, Aspartam, Maltose

 

Erfahrungen und wiss. Daten zu Soja-Formula und Milchen

Die Erfahrung von 27 Jahren ambulanter Pädiatrie in eigener Praxis hat gezeigt, daß > 35% der vorgestellten Säuglinge atopische Ekzeme und „Nabelkoliken“ unter Kuhmilch-Babyformula oder Kuhmilch-peptonreicher Muttermilch entwickelt haben. Aus Nordeuropa stammen Daten, die belegen, daß Kuhmilchformula im Säuglingsalter bei Atopikern Auslöser für klinisch relevante „Neurodermitis“ und Asthma bronchiale sind. Einen bezahlbaren Ersatz für Kuhmilchprodukte stellen die Soja-Babymilchen dar. Atopische Ekzeme, Nabelkoliken, Gedeihstörungen erzwingen um die 12. Lebenswoche oft eine Umstellung auf Sojaformula oder Aminosäure-Milchen..

Bis heute habe ich nur Vorteile beim Einsatz von Sojamilchen wie Humana SL oder SOM Milupa feststellen können. Wachstum, Infektabwehr, Schilddrüsen-funktion und Sexualentwicklung der Soja-ernährten Säuglinge waren vergleich-bar mit gesunden Kuhmilch-ernährten Säuglingen. Ab 6 kg /12 L.Wo. erhielten Säuglinge 30 - 300 g Kartoffel-Pute-Kohlrabi-Melone-Beikost pro Tag. Sojamilch-ernährte Säuglinge erhielten ausschließlich Vit.D ohne Fluor. Mit 15 Monaten konnten die meisten Soja-ernährten Säuglinge Kuhmilch vertragen. In Studien sind 60% der Kuhmilchallergiker in Remission bis zum 24. Monat. Alle ostasiatischen, 25% aller nordamerikanischen Säuglinge, das bedeutet > 70% der Kinder unserer Welt werden seit Jahrhunderten mit Sojamilch ernährt oder von Müttern, die Soja verzehren gestillt! Japaner nehmen 40 mg Isoflavone täglich als Sojamilch, Tofu, Miso, Tempeh… auf. 1g Protein enthält 3,5 mg Isoflavone. Über 30.000 Lebensmittel enthalten Soja, Backmittel-emulgator ist z.B. Soja-Lecithin. Bis heute gibt es nur Studien, die den Nutzen der Soja eindeutig beweisen. Soja enthält für Menschen ideale Proteine (50%), Isoflavone, Polysaccharide (25%), ungesättigte Ölsäuren (20%), Mineralien und Vitamine, die Säuglingsmilchen von Milupa und Humana enthalten ausgleichende Calcium und Methioninzusätze. Soja enthält bioaktive Peptide.

Die Isoflavon-Glycoside Genistin, Daidzin und Glycitin werden von Darm-bakterien fermentiert zu Aglyconen: Genistein, Daidzein und Glycitein(10%).

Nur 1% aller resorbierten Serum-Isoflavone liegen in freier aktiver Form (Aglycone) vor, 99% bleiben nach Leberpassage als Konjugat gebunden inaktiv.

Intracellulär reduziert sich die Menge der Aglycone wieder um 99%. So nehmen nur 10-4 Moleküle der aktiven Isoflavone am intracellularen Stoffwechsel teil.

Es gibt gegensätzliche Wirkungen von Östrogenrezeptoren, wenn sie Östrogen oder Isoflavone binden: Isoflavone sind selektive Östrogen-1-rezeptor-Modulatoren. Es gibt 13 SERM. Dazu gehören Tamoxifen und Raloxifen. Nach Lampe, J.W. in Cancer Epidem. Biomarkers Prevention 2007 16 (12) reduzieren hohe Serumspiegel von Daidzein und Genistein die Incidenz von Mamma-Carcinomen und fibrocystischen Adenomen. Genistein vermindert die Zahl terminaler Brustdrüsen-Endknospen, fördert Brustgewebe-Differenzierung. Isoflavone heben die endometriale Zellproliferation nicht an im Gegensatz zu Östradiol. - 17ß-Östradiol hat eine deutlich andere biochemische Struktur als die Isoflavonoide Daidzein und Genistein: Während in Östradiol der Elektronenflow von C1 bis C17 von einem Phenolring auf zwei Cyclohexane und ein Cyclopentan ungehemmt kreisen kann, polarisieren bei den Isoflavonoiden je eine O-brücke und Ketongruppe sowie eine C-C-brücke die 2 Phenolringe. Die Sterik der Moleküle ist völlig different. Die Cyclohexanringe des Östradiols liegen ladungsbedingt in gekippten cis/trans-sterischen Formen vor. In den Benzol-ringen von Daidzein und Genistein sind alle 6 C-atome sp2 hybridisiert, der C-C- bindungswinkel beträgt 120°<. Die C-Atome der Benzolringe liegen in einer Ebene. Darum sind die beiden Elektronenringe energiereich stabil. So haben Polyphenole wie Isoflavonoide strukturelle Differenzen zu 17ß-Östrogen.- Östrogenartige Nebenwirkungen habe ich in der 27-jährigen Langzeit-beobachtung bei Sojamilch-ernährten Säuglingen nicht feststellen können. Auch Kinder ehemaliger Soja-ernährter Patientinnen habe ich wegen Kuhmilch-allergie in meiner Praxis auf Sojamilch umgestellt ohne hierbei Östrogeneffekte feststellen zu können. Studien belegen, daß Mädchen, die Soja ernährt werden ein significant um 50% niedrigeres Brustkrebsrisiko haben.

Bei Frauen in der Menopause nehmen Hitzewallungen um 50% ab (Helsinki).

Bei Männern reduziert Soja die Incidenz und Entwicklung von Prostata-Ca. Cholesterinspiegel werden bei 25g Sojaprotein durch Sojapeptide, die hepatische LCDL-rezeptoren up-regulieren, pro Tag um 20% gesenkt. Der Blutdruck nimmt um >10% ab. Die arterielle Elastizität nimmt zu durch NO aus 54mg Genistein der Soja. Die Harn-Calcium-Harnausscheidung sinkt wegen niedrigem Gehalt von SAA=Schwefel-Aminosäure i.Vgl. zu tierischer Eiweißernährung. Isoflavone hemmen Osteo-klasten, fördern Osteoblasten. Das Postmenopause-Frakturrisiko sinkt bei 54 mg Genistein pro Tag.

Soja steht erst an 55. Stelle der Allergie-Häufigkeit.

Auf Sojaprotein reagieren 31% , auf Paranuß-Gen-Soja 8% atopischer Kinder allergisch. 28 Soja-proteine sind potentielle Allergene, Betv.1 ist kreuzallergen und 5/6tel strukturverwandt mit Gly m 4. Eine orale 48-tägige Apfel-Soja- Hyposensibilisierung würde das Allergie-problem drastisch reduzieren. Die Hyposensibilisierung gegen Erdnuß-Subunit-Oligopeptid ist auch gegen Gen-soja-allergie erfolgreich. Die pädiatrischen Ernährungsempfehlungen sollten nach den vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnissen korrigiert und veröffentlicht werden. Isoflavonoide werden fast ausschließlich aus Sojabohne aufgenommen, fehlen in der traditionellen westlichen Ernährung. Sie haben protektive und wertvolle ernährungsphysiologische Eigenschaften. Die Analyse von 35 internationalen Studien ergab: Säuglingsmilch auf Sojabasis ist gleich sicher wie Kuhmilchformula für Entwicklung und Wachstum, Gedeihen. (Europ.Society of PaediatricGastroenterology, Hep. And Nutrtion 2015; Prof.Vandenplas/Brüssel in BrJ Nutr.2014,111).

Nach Dr.Messina / Nutrition Matters Inc. / Loma Linda University, USA schützt tägliche Soja-nahrung junge Mädchen vor Brustkrebs (Nutr.Cancer 2009,61) !

 


Aktualisiert (Mittwoch, den 26. August 2015 um 09:30 Uhr)